Kulissenzauber in Südmarokko mit
 

 

 

Fotoalbum gefällig??

28.03.2014 - 05.04.2014

 


 

1. Tag: Anreise nach Marrakesch
Sie starten Ihre Reise mit dem Flug in die Oasenstadt Marrakesch, das Tor zum Süden des Landes. Während der Fahrt in Ihr Hotel lernen Sie bereits den Zauber aus »Tausend und einer Nacht« kennen.

 

 

Bereits beim Check-In am Flughafen lernte ich bereits die ersten Reiseteilnehmer kennen > der erste positive Eindruck sollte mich nicht täuschen. Nach ca. 3 Stunden Flug dann Ankunft in Casablanca. Da der Flieger etwas Verspätung hatte und auch die Passkontrolle dauerte, wurde die Zeit für den Anschlussflug eng. Mit dem Ruf "Marrakesch, Marrakesch" trieb uns der Flughafenmitarbeiter durch das Flughafengebäude. Die Überraschung dann am Gepäckförderband in Marrakesch > nur 1 Koffer aus unserer Gruppe erreichte mit uns das Ziel; also Meldung bei der Gepäcksuchstelle. Ohne Reisegepäck ging es dann mit etwas Frust in Begleitung unseres Reiseleiters Ibrahim zum Hotel. Der angekündigte "Zauber der Nacht" entfiel somit. Auch das kalte Abendessen lockerte die Stimmung nicht sonderlich auf. So ging es ungeduscht und ohne Zähneputzen ab ins Bett, in der Hoffnung, dass am nächsten Tag unser Gepäck doch noch ankommt!


2. Tag: Marrakesch
Ein ausführlicher Stadtrundgang führt Sie zu den Sehenswürdigkeiten, die Marrakesch den Rang einer »Perle des Orients« eingetragen haben: Der maurische Bahia-Palast, die wunderschönen Saadier-Gräber, die Gärten und Parkanlagen um die Koutoubia-Moschee. Der Nachmittag gehört den labyrinthischen Souks und dem lebhaften Gauklerplatz Djmaa el Fna. Sie erleben Schlangenbeschwörer, Gaukler und Akrobaten ─ eine ideale Einstimmung in die bunte und immer wieder überraschende Kultur Marokkos.
 
 

 

Wie beginnt normalerweise der Tag? Waschen, Zähneputzen... Heute begann er aus gegebenen Umständen etwas anders. Auch das Frühstück fiel nicht sonderlich üppig aus. So ging es dann um 9:00 Uhr mit Ibrahim und unserem Fahrer Achmed auf Tour. Der Himmel meinte es auch nicht sonderlich gut mit uns > Regen über Marrakesch. Zuerst Richtung Flughafen; unser Reisegepäck war inzwischen eingetroffen.
Der Stadtrundgang begann mit der Koutoubia-Moschee. Vor dem Gebäude versuchten Händler die Gunst des Regens auszunützen > Regenschirme wurden angeboten; Wasserverkäufer stellten sich nur gegen "bares" in Position. Die Moschee, deren Name aus den 100 Buchhändler-Souk abgeleitet wurde, gilt als Wahrzeichen von Marrakesch. Das 65 m hohe Minarett beherrscht die ganze Stadt.  Anschließend ging es im Gedränge der Touristen und sporadischem Regen zu den Saadier-Gräbern und dem Bahia-Palast. Bei einem guten Mittagessen wurden wir auf die marrokanische Küche eingestimmt. Gestärkt traten wir den Weg in die Souks an; die Handwerker stellen ihre Produkte unter wenig guten Arbeitsbedingungen her. In einem Kräuterladen wurden uns diverse Kräuter, Öle, Tees und sonstiges erklärt und natürlich auch zum Kauf angeboten. Ich deckte mich mit Fleischgewürz, Rosenwasser und ähnlichem ein. Die Place Jemaa el Fen, der Platz der Toten, rundete den Tag ab. Schlangenbeschwörer und Gaukler zeigten > gegen bares < ihre Vorführungen. Zurück im Hotel vor dem Abendessen endlich duschen und Kleiderwechsel.


3. Tag: Marrakesch ─ Ouarzazate
Mit geländegängigen Fahrzeugen geht es zunächst auf den rund 2260m hohen Tichka-Pass im Hohen Atlas. Über eine Piste fahren Sie von dort aus nach Telouet, wo sich die letzte Residenz der Glaoui-Berber befand. Die gut erhaltene Kasbah gehört zu den besterhaltenen des Landes. In beeindruckender Landschaft zu Füßen der Drei- und Viertausender finden sich ursprüngliche Dörfer und kleine Oasen, unter denen Ait Benhaddou herausragt. Heute wird diese berühmteste Ansammlung von Berber-Wohnburgen gerne als Filmkulisse genutzt. Am späteren Nachmittag erreichen Sie die Provinzstadt Ouarzazate.
 
 

 

Abfahrt gegen 8:30 Uhr Richtung Nord-Ost zum Hohen Atlas. Die Aussicht unter blauem Himmel und endlich Sonne auf die schneebedeckten Berggipfel war fantastisch. Natürlich war es am Tichka-Pass recht windig und frisch, aber ein warmer Pulli und warme Gedanken verdrängten negative Gedanken. Beim nächsten Halt mit der Besichtigung der Kasbah war es dann schon angenehmer, die Aussicht auf das Gebirge und die Lehmhäuser zu unseren Füßen toll. Die Kasbah ist leider in keinem guten Zustand; gut kann man jedoch die Bauweise aus Lehm und Stroh erkennen. Als Nistplatz werden die Türme von Störchen genutzt. Übrigens: Die Fahrt mit Silvia, Dagmar und Thorsten war recht unterhaltsam > Themen wie: ein Muli ist die Kreuzung aus Pferd und Esel, aber wer von beiden zeugt bzw. trägt aus. Dass mein Versprecher mit "Kuhlämmchen" allgemeine Belustigung hervorrief, versteht sich von selbst... Ein spätes aber gutes Mittagessen in Ait Benhaddou unterbrach die Fahrt. Anschließend ging es auf eine kleine Wandertour; über die Brücke des Asif Mellah ging es zur Bergkuppe. Ein toller Ausblick war der Lohn des Aufstiegs. Die halbwegs gut erhaltenen Lehmbauten von Ait Benhaddou dienten übrigens für einige Filme (Sodom und Gomorrha, Jesus von Nazareth) als Kulisse. Gegen 19:00 Uhr Ankunft in Ouarzazate im Hotel Kenzi Azghor; Zimmer und Abendessen mäßig.


4. Tag: Ouarzazate ─ Tineghir
Die tiefen Schluchten auf der Südseite des Atlas gehören zu den großartigsten Landschaften Nordafrikas. Über die Rosenstadt El Kelaa M´Gouna erreichen Sie zunächst die Dades-Schlucht, die Sie während einer kleinen Wanderung näher kennen lernen. Die Geländewagen können die atemberaubende Strecke durch die Hauptschlucht und die Ortschaft Msemrir fortsetzen. Über einen rund 2.800 m hohen Pass gelangen Sie in die Todhra-Schlucht, den »Canyon Marokkos« mit steil aufragenden Felswänden und einem gemütlichen Gasthaus inmitten der alpin anmutenden Szenerie. Etappenziel ist die Stadt Tineghir, die im Zentrum einer Oase liegt.
 
 

 

Nach dem Frühstück Abfahrt gegen 8:00 Uhr wie gehabt mit unserem Reiseleiter und unseren Fahrern. Erster Halt in einer schönen Plantage, die von den Einheimischen angelegt und gepflegt wird. Über Schotterpisten aber auch Asphaltstraßen ging es weiter. Diverse Foto-Stopps ließen uns die schöne Gebirgslandschaft immer wieder genießen. Über Serpentinen ging es hoch zur Passhöhe. Der Wind pfiff empfindlich, der Ausblick entschädigte jedoch. Hier wollte mir dann unbedingt ein netter Verkäufer einen Turban binden und natürlich auch verkaufen; für das Foto wurde er dann halt mit "Baksisch" entschädigt. Über unbefestigte Schotterwege ging die Fahrt durch die Schlucht weiter. Dass auch ein "normales" Fahrzeug, das uns entgegenkam, diese Strecke nutzte, war schon sehr verwegen. Ob der jugendliche Übermut bestraft wurde, kann hier nicht beantwortet werden; ich würde die Strecke selbst im Geländewagen nicht unbedingt fahren wollen... Als uns Frauen mit ihren Eseln als Lastenträger für Brennholz begegneten, wollte ich diese unbedingt Stimmung aufnehmen. Auch hier half "Baksisch", die Gesichter wurden jedoch weitgehend bedeckt! Gerne hätte ich auch Halt bei den Berbern gemacht, die am Wegesrand ihre Bleibe aufgeschlagen hatten. Mir schien jedoch, dass Ibrahim eine gewisse "Abneigung" nicht verhehlen konnte; dies war schon bei den Frauen bemerkbar. Die abendliche Stimmung konnte dann doch wieder festgehalten werden. Gegen 20:00 Uhr dann durchgeschüttelt Ankunft im Hotel. Hier waren die 4 Sterne dann auch berechtigt > tolles Zimmer, Abendessen gut. Eigenartig: Das Hotel war wirklich um Klassen besser, die Getränke jedoch um 30 % günstiger!


5. Tag: Tineghir ─ Merzouga
Umgeben von schattigen Palmenhainen liegt Erfoud. Hier ahnt man bereits die weiten Landschaften und Naturräume Afrikas. Mit Kamelen reiten Sie zu den Sanddünen von Merzouga, wo die Übernachtung in einem stilvollen Zeltcamp vorgesehen ist. So haben Sie auch Gelegenheit, einen traumhaften Sonnenuntergang in der Wüste zu erleben.
 
 

 


Mit einem schönen Sonnenaufgang und einem herrlichen Blick auf Tineghir begann der neue Tag. Nach einem guten Frühstück ging es wieder auf Tour. In Plantagen mit Parzellen für Gemüse konnte man überwiegend Frauen bei der Feldarbeit sehen > fotografieren unerwünscht! Ach ja, da war dann die Geschichte mit dem Wasser. Silvia "motzte" ja immer wieder, dass es kein Bier zu trinken gab. Also bot ich ihr im Fahrzeug meine "Wasserflasche" an, die ich am letzen Abend mit Ouzo gefüllt hatte. Dankend lehnte sie ab. Erst nach mehrmaliger Aufforderung, doch an der Flasche zu riechen, erkannte sie den Inhalt. Ein kleiner Schluck und ein Lächeln lag über ihrem Gesicht. Aber auch Dagmar und unser Reiseleiter waren vom Flascheninhalt angetan! Mittagessen in einer Dorfgaststätte > und da eröffnete Dagmar bei einer Runde Orangensaft, dass sie heute ihren 50-zigsten Geburtstag hat. Also besorgte ich auf die schnelle ein kleines Präsent; eine marrokanische Musik-CD. Wieder im Fahrzeug stellte ich bereits nach wenigen Minuten fest, dass in der Hektik meine Gürteltasche mit Reisepass und Handy im Restaurant liegen geblieben ist. Also zurück; alles war noch vorhanden :-) Ja, und dann begann der Wind bei den Brunnen westlich von Erfoud seine Kraft zu zeigen; Sand blies uns um die Ohren. Für die Übernachtung im Zeltcamp mussten wir uns noch mit Getränken (Wasser) und natürlich einem Turban für den Kamelritt eindecken. Gegen 18:00 Uhr ging es dann auf Kamelen bzw. Dromedaren weiter. In Reihe angebunden wurden unsere 9 Wüstentiere samt Reitern durch die Dünen zum Zeltcamp geführt; Dauer ca. 1 /2 Stunden. Der Sonnenuntergang konnte aufgrund der Wolken nicht sonderlich genossen werden. Vor dem Abendessen schnell noch ein Umtrunk mit Ouzo, Geschenke für Dagmar (Überraschung von Ibrahim > ein zusammenklappbares Beduinenzelt < kann an Weihnachten als Krippe verwendet werden :-) Das von unseren Kamelführern gekochte Abendessen schmeckte anschließend gut. Was ich dann aber vermisste, war ein anständiges Lagerfeuer. Aber anscheinend ist Brennholz nicht im Lagerpreis eingeschlossen. Irgendwann zog sich dann jeder in seine Zeltbehausung zum schlafen zurück; nur der Wind legte sich nicht zur Ruhe...


6. Tag: Merzouga ─ Zagora
Mit den Kamelen geht es nach dem Frühstück im Camp auch wieder zurück Richtung Erfoud. Von dort aus fahren Sie durch die kaum erschlossenen Landschaften des Djebel Sarhro in das weite Draa-Tal. Dort wachsen über eine Million Dattelpalmen, aber auch Obstbäume, Mandel- und Olivenbäume. Die unvergessliche Fahrt geht durch alte Dörfer, durch die Sand- und Steinwüste Südmarokkos, die nennenswerte Besiedlung kaum zulässt und dadurch einen Kontrast zu den lebhaften Oasenstädten bildet.
 

 


Wecken war heute bereits um 6:00 Uhr angesagt. Im fahlen Morgenlicht ging es ohne Frühstück auf unseren Kamelen zurück. Langsam kam die Sonne zum Vorschein und die Temperaturen legten zu. In der Basis wurde dann das Frühstück nachgeholt, geduscht und umgezogen. Unter stürmischem Wind und einigen Regentropfen ging es in gewohnter Gruppierung nach Rissani. Der Ursprung von Rissani ist eng verbunden mit der Dynastie der Alawiden, die seit dem 17. Jahrhundert über Marokko regiert. Durch den Sturm und Sand gab der Rest des Tages wenig positives; nur der kurze Stopp bei einem Hotel mit wunderschönem Rosengarten unterbrach die Fahrt nach Zagora. Zum Abendessen mal wieder eine Überraschung; kein Bier und auch keinen Wein nach Karte. Irgendwie gab es dann doch noch Wein; Ibrahim ließ sich gerne auf ein Glas einladen.


7. Tag: Zagora ─ Oase Fint
Sie fahren zur Oase Tamegroute, in der ein alter Pilgerort liegt. Ein Kamelritt um Zagora ermöglicht Ihnen anschließend ein Wüstenerlebnis, das Sie auch mit geländegängigen Fahrzeugen so nie erreichen könnten. Nur die »echten Wüstenschiffe« sind hier noch mobil. Zurück nach Ouarzazate geht es dann aber wieder motorisiert. Dort besichtigen Sie die Kasbah Taourirt. Wie leben Berber heutzutage? Ihr Reiseleiter erklärt es Ihnen! In der nahegelegenen Oase Fint übernachten Sie im komfortablen Zeltcamp der Öko-Lodge Ouednoujoum.
 
 

 


Das ärmliche Frühstück weckte die Lebensgeister nur minimal; dafür hatte sich der Sturm gelegt! 8:45 Uhr dann wieder das Gepäck auf das Autodach und los ging es nach Tamegroute. Nach einem kurzen Ortsrundgang stand die Besichtigung der Bibliothek an, die einem islamischen Sufi-Orden zugehörig ist. Hier kann man alte Handschriften mit wissenschaftlichem und religiösem Inhalt besichtigen. Die ältesten Schriftstücke stammen aus dem Jahr 1063 und wurden auf Gazellenpergament mit Walnusstinte geschrieben. Auch ein Koran aus dem 14. Jahrhundert mit schöner Kalligraphie in Kufi-Schrift ist zu sehen. Es ist schon beachtlich, mit welcher Präzision die Buchstaben, Zahlen aber auch Bilder "gemalt" sind. Der letzte Nachkomme, inzwischen über 80 Jahre und im Rollstuhl, erklärte persönlich die Bücher. Hier lässt man dann gerne eine kleine "Unterstützung" für die Büchersammlung da. Bekannt ist Tamegroute auch für seine Töpferwerkstätten. Die Fertigung von Tonschüsseln, Dachziegeln u. ä. unter fast unwürdigen Bedingungen schreckt eigentlich ab. Hier wurde auch zum ersten Mal aufdringlich gebettelt! Bei einem 1 1/2-stündige Kamelritt durch die Palmengärten, diesmal ohne unseren Reiseführer, holten wir uns Hunger auf das Mittagessen. Diesmal gab es sogar Bier, Ibrahim hörte ich zur Einladung nicht nein sagen! Vor der Fahrt zur Öko-Lodge sorgten wir mit einer Flasche Rotwein für das Abendessen vor. Dann ging es mal wieder über Stock und Stein, ein geländegängiges Fahrzeug ist hier eigentlich Pflicht. Im Camp wurde von den beiden Frauen frisches Fladenbrot am offenen Feuer gebacken. Das Abendessen schmeckte vorzüglich, der Rotwein rundete entsprechend ab > auch bei Ibrahim :-). 


8. Tag: Oase Fint ─ Ouarzazate
In der Öko-Lodge lernen Sie die hier erprobten Formen nachhaltiger Bewirtschaftung kennen. Die Bewohner der Umgebung werden selbstverständlich in die Aktivitäten eingebunden und zeigen Ihnen gerne die Olivenproduktion und die nach strengen Regeln biologisch bearbeiteten Felder. Freuen Sie sich auf einen kleinen marokkanischen Kochkurs unter Anleitung und eine ortsübliche Teezeremonie. Nachmittags Rückfahrt nach Ouarzazate. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
 
 

 


Gut geschlafen, ja. Morgentoilette, ja. Das ausreichende und gute Frühstück weckte sämtliche Lebensgeister. Anschließend ging es auf einen kurzen Rundgang in die nähere Umgebung mit einem schönen Blick auf das Camp. Vor dem Mittagessen dösen in der Sonne; der restliche Rotwein schmeckte wieder bestens. Und dann Aufbruch nach Ouarzazate > hier wurde die Kasbah Taourirt besichtigt. Gegen 16:30 Uhr Ankunft wieder im Hotel aus Tag 3 > war ja leider nicht das "gelbe vom Ei". Etwas frisch gemacht und auf Städtetour im Alleingang. Tja, die Einkaufsmöglichkeiten waren recht begrenzt, der Spaziergang jedoch recht abwechslungsreich. Nach dem Abendessen in kleiner Gruppe nochmals zum Marktplatz auf einen Umtrunk > frischer Saft wurde angeboten. Zu spät wurde es dann doch nicht, schließlich war am nächsten Morgen zeitiges wecken angesagt.


9. Tag: Abschied
Nach dem Frühstück Fahrt zum Flughafen und Rückflug in die Heimat. Auf Wiedersehen in Marokko!
 
 

 


Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker, Frühstück und dann mit dem Gepäck Richtung Flughafen; Verabschiedung von Ibrahim und unseren beiden Fahrern. Und dann halt das übliche Warten auf den Abflug nach Casablanca. Die Maschine war wenig ausgelastet, so dass Fensterplätze in Menge vorhanden waren. Durch den Zoll und dann wieder warten auf den Weiterflug nach Frankfurt. Übrigens: Beide Tickets wurden bereits in Ouarzazate ausgehändigt. Nun halt noch die restlichen Dirham ausgegeben und dann in einem ruhigen Flug fast pünktlich in Frankfurt gelandet > inklusiv Gepäck!
Der Zug nach Augsburg war dann wie üblich gut besetzt; aber ich hatte dann auch ohne Reservierung einen Fensterplatz ergattert.


 

Fazit:

Die "kleine Gruppe" wie uns Ibrahim immer nannte, war mit 8 Personen besetzt.
2 Ehepaare und je 2 männliche und weibliche Single.
Altersmäßig war Thorsten mit seinen 47 Jahren das Nesthäkchen, ich durfte mal wieder den Dienstältesten spielen.
Zur Reise:
Die Reise selbst war als leichte Wanderreise ausgeschrieben; dies ist jedoch leicht übertrieben.
Bis auf die Rundwanderung von ca. 1 1/2 Stunden am vorletzten Tag war davon nichts zu spüren. Und auch hier war wirklich keine Kondition gefordert. Die Kamelritte kann man dann unter den gegebenen Umständen auch als Wanderung einstufen.
Die Hotels erfüllten bis auf Xaluca Dades leider nicht die vorgegebenen 4 Sterne.
Auch die Camps waren dann doch recht mäßig, sicherlich kein Vergleich zum Oman.
Ich will ja hier nicht die großen Ansprüche stellen, aber ich habe eben einen gewissen Standart vermisst.
Dass man für Getränke selbst sorgen muss oder wie bereits erwähnt kein Holz für ein Lagerfeuer vorhanden ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Landschaftlich ist dieser Teil von Marokko sicherlich sehenswert.
Von Gebirge mit Schnee über Schotter- Stein- und Sandwüste war alles geboten.
Durch den relativ guten Wasserbestand findet man auch viele begrünte Flächen.
Die Häuser und Kasbah in Erdfarben fügten sich teilweise märchenhaft in die Landschaft ein.
Unsere Fahrer konnten auf mancher Strecke ihre Fahrkunst beweisen, die Kommunikation war sprachlich sehr eingeschränkt (französisch).
Der Reiseleiter war soweit in Ordnung; etwas mehr Information hätte jedoch nicht geschadet.
Da ich kurz nach der Reise den Bericht "Marokko: Auf der Straße der Kasbahs" im "BR alpha" sah, bemerkte ich doch einige Wissenslücken.
Die wurden ja nun nachgeholt :-)

Link zu Video auf youtube Teil 1 / Teil 2 / Teil 3